Moin zusammen,

bin letzten Monate aus Äthiopien wiedergekommen und wollte euch auch hier natürlich ein bisschen an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Wir – eine Gruppe aus 4 Personen – war für 9 Tage im Omo Valley unterwegs, um dort die verschiedenen Stämme und Kulturen zu besuchen.

Vorab hatten wir online (zum Beispiel im Tripadvisor-Forum) nach einem Guide gesucht und sind auf Addis Rasta (+251910034256, Addisomo55@gmail.com) gestoßen – das war die beste Entscheidung, wie sich auf der Reise zeigen sollte.

 

Wir wurden wie vereinbart am Tag nach unserer Landung in Addis Ababa mit zwei Geländewagen von unserem Hotel abgeholt und für die folgenden Tage ging es durch das komplette Omo Valley – bis kurz vor die Grenze zu Kenia und dem Südsudan.

Wir bekamen die Möglichkeit, die verschiedenen Stämme zu besuchen und ein Highlight jagte das nächste:

 

  • Dorze: Ein unvergesslicher Abend mit selbstgebranntem Schnaps in einem Bergdorf
  • Hamer: Das traditionelle Bull Jumping durfte natürlich nicht fehlen und so hat unser Guide Addis seine Kontakte angezapft, um herauszufinden, wo in der Nähe eine solche Zeremonie stattfindet
  • Ebenfalls Hamer: Ein Abend im Dorf, an dem für uns und vor unseren Augen eine Ziege geschlachtet und am offenen Feuer gegart wurde.
  • Mursi: Die bekannten Frauen mit ihren großen Platten in der Unterlippe, die Männer alle mit einer Kalaschnikow über der Schulter
  • Karo: Alle sind am gesamten Körper kunstvoll bemalt, wissen aber auch, wie man Geld verdient. Besonders die Kinder stellten sich schon malerisch auf und verlangten „Photo, Photo“, wissend, dass es im gesamten Omo Valley fünf Birr pro Person pro Foto gibt. (Bei schwangeren Frauen kostet das Foto dann übrigens doppelt …*G*)
  • Konso: die seit Jahrhunderten angelegten Terrassen in den Hügeln, so weit das Auge reicht
  • Dasenech: Die Ärmsten der Armen – für uns ein sehr eindrucksvolles und nachhaltiges Erlebnis
  • Und noch etliche mehr

 

Übernachtet wurde in verschiedenen Lodges, von einfach bis komfortabel. Eine Nacht im Zelt mussten wir abbrechen, da wir im Platzregen komplett abgesoffen sind… 😉  Ebenfalls aufgrund des Regens konnten wir unseren geplanten Ausflug an den Turkanasee in Kenia nicht fortsetzen, da wir mit den Autos im Schlamm steckengeblieben sind. Das tat der Freude über den Trip aber keinen Abbruch – so etwas gehört dazu und lässt sich nie hundertprozentig planen.

 

Alles in Allem können wir Folgendes sagen:

 

Wir haben uns auf der gesamten Tour sehr wohl und vor Allem sicher geführt. Dies auch Dank der kompetenten und sehr freundschaftlichen Begleitung durch Addis und den beiden Fahrern Melaku und Nebiyu, die uns die 3.500km immer sehr sicher gefahren haben – und vor allem alles für uns versucht haben, möglich zu machen. Und seien es die vielen Fotostopps, die ich als Fotograf gerne auch mal spontan einlegen wollte.

 

Ein tolles Land mit wunderbaren Menschen, natürlich auch viel Armut, gleichzeitig so viel Schönheit und Herzlichkeit.

Wir kommen bestimmt wieder.

 

(Und wer Fragen zu dem Trip hat, kann mich gerne anschreiben)